Kleine Reparaturkunde

Demnächst mit do it your self Kurs von A-Z


Hier ein paar Tipps für den Laien, um zumindest etwas von dem zu verstehen, was so ein Mechaniker von sich gibt. Damit ihr bei der nächsten Reparatur wenigstens wisst, wofür ihr bezahlen sollt.

Jetzt stellen wir uns mal ganz dumm. Des isch'n Motor ...

1. Dieses Teil auf dem Motor enthält in der Regel den Luftfilter. Den solltet ihr regelmäßig wechseln, denn dadurch atmet der Motor. Und wenn er schwer atmen muss, verbraucht er auch mehr Sprit. Klaro?

2. Der berühmte Zylinderkopf. Teurer Spaß, wenn es hier Probleme gibt. Aufpassen, wenn am Zylinderkopf Öl austritt. Meistens sind die Zylinderkopfdichtungen im Eimer. Wenn ihr sie rechtzeitig austauschen lasst, hält sich der Schaden in Grenzen. Wenn ihr nicht darauf achtet, könnt ihr unter Umständen euren Motor einsargen.

3. Der Verteilerdeckel. Von hier aus werden die Zündkerzen angesteuert. Wenn der Wagen mal wieder nicht so richtig anspringen will, einfach mal `nen Spritzer Kontaktspray in den Deckel. Aber nicht so viel, dass man darin baden kann. Wenn ihr die Zündkerzen selbst wechseln wollt, immer eine nach der anderen. Die Dinger werden in einer ganz bestimmten Reihenfolge angesteuert. Wenn die nicht
mehr stimmt ... dann viel Spass

4. Der Keilriemen, den man NICHT im Notfall durch eine Damenstrumpfhose ersetzen kann (wie immer wieder fälschlicherweise behauptet wird). Regelmäßig die Abnutzung und die Spannung prüfen und ggf. auswechseln lassen. NIE bei laufendem Motor in den Keilriemen greifen, es sei denn, ihr wollt eure Finger verlieren.

5. Die Krümmer. Sie leiten die Abgase zum Auspuff und sind schweineheiß wenn der Motor gelaufen ist. Durch die Hitze rosten die Teile ziemlich stark. Macht aber nix, da sie meist aus ziemlich dickem Gussmaterial hergestellt werden. Wenn der Motor sehr laut klingt, ist es meistens ein Loch im Krümmer oder im Auspuff.

(c) digital union
So sollten die Muttern am Rad nicht aussehen. Wenn ihr wirklich mal `nen Platten habt, kriegt ihr die Mutter garantiert nicht mehr los. Also, ein bisschen Pflege sollte schon sein. Zierkappen auf den Rädern halten auch den Schmutz fern und kosten weniger als der Abschleppdienst.

(c) digital union
Zu guter Letzt, der kleine Rostalmanach. Scharniere, Lüftungsschlitze und sonstige unzugängliche Teile sind leider auch heute noch sehr anfällig für Rost, da sie sehr starken Beanspruchungen unterliegen. Da hilft auch keine Garage. Ganz im Gegenteil, eine Garage kann Rostbildung sogar fördern! Die meisten Menschen glauben, wenn mein Auto in der Garage steht, rostet es nicht so schnell. FALSCH. Wenn das Fahrzeug nass ist und der Motor noch warm, bildet sich in der Garage ein richtig schönes feuchtwarmes Klima. Und dieses Klima ist ideal für die Rostbildung. Als Gegenmaßnahme solltet ihr die Garage so lange geöffnet lassen, bis der Wagen einigermaßen abgetrocknet ist.