Wem Gott will rechte Gunst erweisen   Treue Bergvagabunden   Freut Euch des Lebens

Wer recht in Freuden wandern will  Hohe Tannen  Lustig ist das Zigeunerleben   

 Hoch auf dem gelben Wagen   Ännchen von Tarau  Jenseits des Tales

Die Fischerin vom Bodensee  Wohlauf in Gottes schöne Welt

Wenn die bunten Fahnen wehen  Der fröhliche Wanderer  Am Brunnen vor dem Tore  Das Badner Lied 


 

Wem Gott will rechte Gunst erweisen


Wem Gott will rechte Gunst erweisen,
den schickt er in die weite Welt,
/: dem will er seine Wunder weisen
in Berg und Wald und Strom und Feld. :\

Die Trägen, die zu Hause liegen,
erquicket nicht das Morgenrot,
/: sie wissen nur von Kinderwiegen,
von Sorgen, Last und Not ums Brot. :\

Die Bächlein von den Bergen springen,
die Lerchen schwirren hoch vor Lust.
/: Was sollt' ich nicht mit ihnen singen
aus voller Kehl' und frischer Brust? :\

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Treue Bergvagabunden


Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen,
steigen dem Gipfelkreuz zu.
In unsern Herzen brennt eine Sehnsucht,
die läßt uns nimmer mehr in Ruh'.

/: Herrliche Berge, sonnige Höhen,
Bergvagabunden sind wir, ja wir! :\

Mit Seil und Hacken, den Tod im Nacken,
hängen wir an der steilen Wand.
Herzen erglühen, Edelweiß blühen,
vorbei geht's mit sicherer Hand.

/: Herrliche Berge, sonnige Höhen,
Bergvagabunden sind wir, ja wir! :\

La Montanara und Futschiama,
Berge sind überall schön.
Gletscher und Sonne, Herzen voll Wonne,
Herrlich, die Sterne zu sehen.

/: Herrliche Berge, sonnige Höhen,
Bergvagabunden sind wir, ja wir! :\

Beim Alpenglühen heimwärts wir ziehen,
Berge, die leuchten so rot.
Wir kommen wieder, denn wir sind Brüder,
Brüder auf Leben und Tod.

/: Lebt wohl Ihr Berge, sonnige Höhen,
Bergvagabunden sind treu, ja treu:\

  

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Freut Euch des Lebens


Freut euch des Lebens
Weil noch das Lämpchen glüht
Pflücket die Rose
Eh' sie verblüht

Freut euch des Lebens
Weil noch das Lämpchen glüht
Pflücket die Rose
Eh' sie verblüht

Man schafft so gerne sich Sorg' und Müh'
Sucht Dornen auf und findet sie
Und läßt das Veilchen unbemerkt,
Das uns am Wege blüht.

Freut euch des Lebens
Weil noch das Lämpchen glüht
Pflücket die Rose
Eh' sie verblüht

Freut euch des Lebens
Weil noch das Lämpchen glüht
Pflücket die Rose
Eh' sie verblüht

Wenn scheu die Schöpfung sich verhüllt
Und laut der Donner ob uns brüllt
So lacht am Abend nach dem Sturm
Die Sonne uns so schön.

Freut euch des Lebens
Weil noch das Lämpchen glüht
Pflücket die Rose
Eh' sie verblüht

Freut euch des Lebens
Weil noch das Lämpchen glüht
Pflücket die Rose
Eh' sie verblüht

 

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Wer recht in Freuden wandern will



Wer recht in Freuden wandern will,
der geh der Sonn entgegen.
Da ist der Wald so kirchenstill,
kein Lüftchen mag sich regen.
Noch sind nicht die Lerchen wach,
nur im hohen Gras der Bach
singt leise den Morgensegen.

Die ganze Welt ist wie ein Buch,
darin uns aufgeschrieben
in bunten Zeilen manch ein Spruch,
wie Gott uns treu geblieben;
Wald und Blumen, nah und fern,
und der helle Morgenstern
sind Zeugen von seinem Lieben.

Da zieht die Andacht wie ein Hauch
Durch alle Sinnen leise;
Da pocht ans Herz die Liebe auch
In ihrer stillen Weise,
Pocht und pocht, bis sich's erschließt
Und die Lippe überfließt
Von lautem, jubelndem Preise.

Und plötzlich läßt die Nachtigall
Im Busch ihr Lied erklingen;
In Berg und Tal erwacht der Schall
Und will sich aufwärts schwingen,
und der Morgenröte Schein
stimmt in lichter Glut mit ein:
Laßt uns dem Herrn lobsingen.

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Hohe Tannen


Hohe Tannen weisen die Sterne
an der Iser wildschäumender Flut.
/: Liegt die Heimat auch in weiter Ferne,
doch du Rübezahl hütest sie gut :\

Wenn die alten Lieder erklingen,
macht die Sehnsucht das Herz uns so weit.
/: Wenn wir abends in froher Runde singen,
von den Märchen aus uralter Zeit. :\

Sturmumbraust stehen sie auf den Bergen,
Hohe Tannen in einsamer Nacht.
/: Dort wo Rübezahl mit seinen Zwergen
uns die Heimat, die teure, bewacht. :\

 

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Lustig ist das Zigeunerleben


Lustig ist das Zigeunerleben, faria, faria-ho.
Braucht dem Kaiser kein Zins zu geben, faria, faria-ho.
Lustig ist es im grünen Wald, wo des Zigeuners Aufenthalt.
Faria, faria, faria, faria, faria, faria-ho.

Sollt' uns einmal der Hunger plagen, faria ...
Gehen wir ein Hirschlein jagen, faria ...
Hirschlein, nimm dich wohl in acht,
wenn des Jägers Büchse kracht.
Faria, faria, faria, faria, faria, faria-ho.

Sollt' uns einmal der Durst sehr quälen, faria ...
gehn wir hin zu den Wasserquellen, faria ...
Trinken das Wasser wie Moselwein,
meinen, es müsste Champagner sein.
Faria, faria, faria, faria, faria, faria-ho.

Sollten wir ein paar Münzen brauchen, faria ...
brauchen wir sie nur umzutauschen, faria ...
wechseln sie nach Zigeunerkunst,
dann kommen die Taler zurück zu uns.
Faria, faria, faria, faria, faria, faria-ho.

Sollten wir mal kein Federbett haben, faria ...
tun wir uns ein Loch ausgraben, faria ...
Legen Moos und Reisig rein,
das soll unser Federbett sein.
Faria, faria, faria, faria, faria, faria-ho.

 

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Hoch auf dem gelben Wagen



Hoch auf dem gelben Wagen,
sitz ich beim Schwager vorn.
Vorwärts die Rosse traben,
lustig schmettert da Horn.
Felder, Wiesen und Auen,
leuchtendes Ährengold.

/: Ich möcht' so gerne noch schauen,
aber der Wagen, der rollt. :\

Postillon in der Schenke,
füttert die Rosse im Flug.
Schäumendes Gerstengetränke
reicht der Wirt mir im Krug.
Hinter den Fensterscheiben
lacht ein Gesicht so hold.

/: Ich möcht' so gerne noch bleiben,
aber der Wagen, der rollt. :\

Flöten hör' ich und Geigen,
lustiges Baßgebrumm.
Junges Volk im Reigen
tanzt um die Linde herum.
Wirbelt wie Blätter im Winde,
jauchzt und lacht und tollt.

/: Ich blieb so gern bei der Linde,
aber der Wagen, der rollt. :\

 

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Ännchen von Tharau


Ännchen von Tharau ist's, die mir gefällt.
Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld.
Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz
auf mich gerichtet in Lieb' und in Schmerz;
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut.
Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut!

Käm; alles Wetter gleich auf uns zu schlahn,
wir sind gesinnt, beieinander zu stahn;
Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein
Soll unsrer Liebe Verbundenheit sein.
Ännchen vonTharau mein Licht, meine Sonn',
mein Leben schließt sich um deines herum.

Sowie ein Palmenbaum über sich steigt,
hat Ihn erst Regen und Hagel gebeugt.
So wird die Lieb' in uns mächtig und groß
nach manchem Leiden und trauigem Los.
Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut,
du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut.

 

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Jenseits des Tales


Jenseits des Tales standen ihre Zelte
zum roten Abendhimmel quoll der Rauch.
/: Das war ein Singen in dem ganzen Heere
und ihre Reiterbuben sangen auch. :\

Sie putzten klirrend am Geschirr der Pferde,
es tänzelte die Marketenderin,
und unterm Singen sprach der Knaben einer:
"Mädel, du weißt wohin der König ging?"

Diesseits des Tales stand der junge König,
der griff die feuchte Erde aus dem Grund,
sie kühlte nicht die Glut der heißen Stirne,
sie machte nicht sein krankes Herz gesund.

Jenseits des Tales standen ihre Zelte
zum roten Abendhimmel quoll der Rauch.
/: Das war ein Singen in dem ganzen Heere
und ihre Reiterbuben sangen auch. :\

 

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Die Fischerin vom Bodensee


Die Fischerin vom Bodensee
ist eine schöne Maid, juchhe,
ist eine schöne Maid, juchhe,
die Fischerin vom Bodensee.
Und fährt sie auf den See hinaus,
dann legt sie ihre Netze aus,
schön ist ein junges Fischlein drin
im Netz der schönen Fischerin.

Da kommt ein alter Hecht daher
übers große Schwabenmeer,
übers große Schwabenmeer,
da kommt ein alter Hecht daher.
Der möchte auch noch ins Netz hinein,
möcht' bei der Maid gefangen sein,
doch zieht die Fischerin im Nu
das Netz schon wieder zu.

/: Ein weißer Schwan
ziehet den Kahn
mit der schönen Fischerin
auf dem blauen See dahin.
Im Abendrot
schimmert das Boot,
Lieder klingen von der Höh'
am schönen Bodensee.:\

 

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Wenn die bunten Fahnen wehen


Wenn die bunten Fahnen wehen,
geht die Fahrt wohl übers Meer.
Woll'n wir ferne Länder sehen,
fällt der Abschied uns nicht schwer.

/: Leuchtet die Sonne, ziehen die Wolken,
klingen die Lieder weit übers Meer. :\

Sonnenschein ist uns're Wonne,
wie er lacht am lichten Tag!
Doch es geht auch ohne Sonne,
wenn sie mal nicht scheinen mag.

/: Blasen die Stürme, brausen die Wellen,
singen wir mit dem Sturm unser Lied. :\

Wenn die bunten Fahnen wehen,
geht die Fahrt wohl übers Meer.
Woll'n wir ferne Länder sehen,
fällt der Abschied uns nicht schwer.

/: Leuchtet die Sonne, ziehen die Wolken,
klingen die Lieder weit übers Meer. :\

 

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Der fröhliche Wanderer


Mein Vater war ein Wandersmann,
und mir steckt's auch im Blut,
drum wandere ich froh, so lang ich kann
und schwenke meinen Hut.

Valderi, valdera, valderi, valdera-ha-ha-ha-ha-ha valderi,
valdera und schwenke meinen Hut.

Das Wandern schafft stets frische Lust,
erhält das Herz gesund;
frei atmet draußen meine Brust,
froh singet stets mein Mund.

Valderi, valdera, valderi, valdera-ha-ha-ha-ha-ha
valderi, valdera, froh singet stets mein Mund.

Warum singt dir das Vögelein,
so freudevoll sein Lied?
Weil's nimmer hockt, landaus landein,
durch andre Fluren zieht.

Valderi, valdera, valderi, valdera-ha-ha-ha-ha-ha
valderi, valdera,durch andre Fluren zieht.

Drum trag ich's Ränzlein und den Stab
weit in die Welt hinein,
und werde bis ans kühle Grab
ein Wanderbursche sein.

Valderi, valdera, valderi, valdera-ha-ha-ha-ha-ha
valderi, valdera ein Wanderbursche sein.

 

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Am Brunnen vor dem Tore



Am Brunnen vor dem Tore,
da steht ein Lindenbaum;
ich träumt' in seinem Schatten
so manchen süßen Traum.
Ich schnitt in seine Rinde
so maches liebe Wort;
es zog in Freud' und Leide
zu ihm mich mächtig fort,
zu ihm mich mächtig fort.

Ich mußt' auch heute wandern
vorbei in tiefer Nacht; da hab' ich noch im Dunkeln
die Augen zugemacht.
Und seine Zweige rauschten,
als riefen sie mir zu:
"Komm her zu mir, Geselle,
/: hier findst du deine Ruh'!" :\

Die kalten Winde bliesen
mir grad' ins Angesicht;
der Hut flog mir vom Kopfe,
ich wendete mich nicht.
Nun bin ich manche Stunde
entfernt von jenem Ort,
und immer hör' ich's rauschen:
/: "Du fändest die Ruhe dort!" :\

 

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Das Badner Lied


Das schönste Land in Deutschlands Gau'n,
das ist mein Badnerland
es ist so herrlich anzuschaun,
und ruht in Gottes Hand

Drum grüß ich dich mein Badnerland
du edle Perl im deutschen Land, deutschen Land
frisch auf, frisch auf, frisch auf, frisch auf
frisch auf , frisch auf, mein Badnerland

Drum grüß ich dich mein Badnerland
du edle Perl im deutschen Land, deutschen Land
frisch auf, frisch auf, frisch auf, frisch auf
frisch auf , frisch auf, mein Badnerland

Zu Haslach gräbt man Silbererz,
bei Freiburg wächst der Wein
Im Schwarzwald schöne Mädchen,
ein Badner möchte ich sein

Drum grüß ich dich mein Badnerland
du edle Perl im deutschen Land, deutschen Land
frisch auf, frisch auf, frisch auf, frisch auf
frisch auf , frisch auf, mein Badnerland

In Karlsruh ist die Residenz,
in Mannheim die Fabrik
In Rastatt ist die Festung,
und das ist Badens Glück

Drum grüß ich dich mein Badnerland
du edle Perl im deutschen Land, deutschen Land
frisch auf, frisch auf, frisch auf, frisch auf
frisch auf , frisch auf, mein Badnerland

Der Bauer und der Edelmann,
das stolze Militär
Die schaun einander freundlich an
und das ist goldes Wert

Drum grüß ich dich mein Badnerland
du edle Perl im deutschen Land, deutschen Land
frisch auf, frisch auf, frisch auf, frisch auf
frisch auf , frisch auf, mein Badnerland

Drum grüß ich dich mein Badnerland
du edle Perl im deutschen Land, deutschen Land
frisch auf, frisch auf, frisch auf, frisch auf
frisch auf , frisch auf, mein Badnerland

  

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Wohlauf in Gottes schöne Welt



Wohlauf in Gottes schöne Welt, lebe wohl, ade.
Die Luft ist blau und grün das Feld, lebewohl, ade.
Die Berge glühn wie Edelstein, ich wandre mit dem Sonnenschein:
/: La la la la la la la, ins weite Land hinein. :\

Du traute Stadt am Bergeshang, lebe wohl, ade!
Du hoher Turm, du Glockenklang, lebe wohl, ade!
Ihr Häuser alle, wohlbekannt, noch einmal wink' ich mit der Hand,
/: la la la la la la la , und nun seitab gewandt. :\

An meinem Wege fließt ein Bach, lebe wohl, ade!
Der ruft den letzten Gruß mir nach, lebe wohl, ade!
Ach, Gott, da wird's so eigen mir, so milde wehn die Lüfte hier,
/: la la la la la la la, als wär's ein Gruß von dir. :\

 

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