Biodiesel statt BSE

"Biodiesel aus Tierfetten"


Wie sicher aus diversen Medienberichten schon einmal vernommen, beschäftigt sich die Uni Kassel
seit über 5 Jahren erfolgreich mit dem Einstatz gebrauchter Öle und Fette als Alternative zur Verwendung
frischen Rapsöles in der Biodieselherstellung.

www.frittendiesel.de

Die Menge der verfügbaren Altfette übersteigt das Aufkommen an frischem Rapsöl der aktuellen
Biodieselproduktion um mehr als das 2-fache und glänzt durch die Mehrfachnutzung
(erst Lebensmittel oder Schlachtabfall und dann Kraft oder Brennstoff)mit einer
starken Energiebilanz.
In der Verwertung von Schlachtabfällen und Tierkörpern fällt neben dem derzeit stärker
diskutierten Tiermehl auch Tierfett an,dessen Menge deutlich über der des Rapsöles in der
Biodieselproduktion liegt.

Faustregel: Ein Rind wiegt etwa 600Kg , und Ihr habt einen Verbrauch von 6,5 Litern Kraftstoff
auf 100 Kilometern, dann hieße das ,dass Ihr etwa 1000Km mit dem Fett von einem Rind fahren könnt.

Der Ingenieur Dr. Löhrlein und sein Assistent,sind die ersten Rinderölproduzenten der Welt.
Ausgangsprodukt : Fett. In Löhrleins Labor in Witzenhausen bei Kassel sieht es aus wie in einem
Kochstudio: Delikate Fettstreifen wandern ins heiße Töppfchen und werden zu wachsweichen Fettklumpen
zerbraten, zurück bleibt Öliges.
Es folgt "Feinarbeit" : Hinzu kommt Methanol ,der einfachste Alkohol. So entsteht der Kuh-Fettsäuremethylester.
Dem Urin-güldene Resultat muss nun Restwasser entzogen werden. Danach wird es,noch kochend heiß, abgefüllt.
Fertig ist der Rinderdiesel.

Biodiesel lässt sich auch in der Hausheizung einsetzen. Umfangreiche Versuche am FG Agrartechnik
haben dies bestätigt. da das Brennstoff/Luftberhältniss des Brenners jedoch auf den Brennwert des
Brennstoffes fest eingestellt wird, ist bei der Umstellung auf Biodiesel eine Erhöhung des Druckes oder eine
grössere Düse nötig, um den geringeren Brennwert durch einen höheren Verbrauch auszugleichen.
Diese Einstellung ist einfach und danach steht einem problemlosen Betrieb der Heizung mit Biodiesel
nichts mehr im Wege.
Aber die Tatsache, dass Heizöl in Deutschland durch einen geringeren Steuersatz kostengünstiger als Diesel ist,
macht diese Anwendung für die meisten uninteressant.
Da wären wir wieder bei meiner Meinung:
Derzeit ist der Preis für einen Liter Alternativkraftstoff vor Steuern etwa doppelt so hoch wie der für einen Liter konventionellen Dieselkraftstoff.
Ohne staatliche Subventionen kann der Alternativkraftstoff langfristig nicht zu konkurrenzfähigen
Preisen angeboten werden.

 

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